Klimawandel und die Auswirkungen auf das Wasser

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Klimawandel und die Auswirkungen auf das Wasser

Aktuell findet vom 06. bis 17. November die Weltklimakonferenz 2017 in Bonn statt. Bereits das 23. Mal kommen die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention zusammen. Über die Veranstaltungstage werden über 20.000 Teilnehmer aus der Politik und der Zivilgesellschaft erwartet. Wenn über das Klima gesprochen wird, ist Wasser immer ein wichtiger Aspekt. Wasser spielt daher bei den Folgen des Klimawandels eine ganz besondere Schlüsselrolle.

Wasser als grundlegender Klimafaktor

Klimaveränderungen zeigen rund um den Erdball ganz unterschiedliche Auswirkungen. Sie sind seit Jahrzehnten spürbar und nicht zu leugnen. Wasser ist nahezu immer davon in irgendeiner Form betroffen, wenn weltweit Probleme auf Grund des Klimawandels entstehen. Entweder sind es zu viele Wassermassen, die unverhofft Naturkatastrophen mit sich bringen oder es steht zu wenig Wasser für alle Lebewesen zur Verfügung. Da ohne Wasser kein Leben möglich ist, ist es das wichtigste Gut für den Menschen, für Tiere und die Vegetation. Wassermangel wirkt sich nicht nur existentiell auf die Gesunderhaltung des Menschen aus, sondern hat in vielen Bereichen des Lebens gravierende Folgen.

Über zwei Milliarden Menschen ohne Trinkwasserversorgung

Wer reines unbelastetes Wasser trinken kann, hat es gut auf dieser Welt. In Deutschland liegt die Empfehlung zur Flüssigkeitsaufnahme weiterhin bei 1,5 Liter Wasser pro Tag. Das Trinkwasser wird hierzulande sehr gut auf den Großteil der gängigen Schadstoffe kontrolliert und fließt in der Regel, nach Bedarf, aus dem Wasserhahn. Menschen in vielen Entwicklungsländern können davon nur träumen. Gemäß des UN-Berichtes der WHO und UNICEF im „Joint Monitoring Program for Water Supply, Sanitation and Hygiene (JMP) – 2017 Update and SDG Baselines“ haben nach neusten Angaben weltweit 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer sauberen und regelmäßigen Trinkwasserversorgung. Durch durchschnittlich steigende Temperaturen in einigen Ländern, bedingt durch den Klimawandel, wird die Trinkwasser-Problematik noch kontinuierlich verschärft.

Nutzwasser in vielen Bereichen

Neben dem Trinkwasser ist auch Nutzwasser vom Wassermangel betroffen. Körperhygiene und Gesundheit sind ohne sauberes Wasser nahezu ausgeschlossen. Getreide, Obst und Gemüse können in der Landwirtschaft nur mit einer ausreichenden Wasserversorgung gedeihen. Was in Europa selbstverständlich ist, wird in vielen Regionen der Erde zur großen, teilweise kaum zu bewältigenden Herausforderung. Wasser spielt zudem in der Energieerzeugung als auch als Kühlwasser für Kraftwerke weltweit eine große Rolle. Zudem kommen alle Industriezweige nicht ohne Wasser in der Produktion aus. Im Rahmen der Weltklimakonferenz hat die Bundesregierung bereits angekündigt, dass sie mit weiteren 100 Millionen Euro Entwicklungsländer bei der Abpassung an den Klimawandel unterstützen wird.

Bedrohung des Ökosystems

Alle weltweiten Ökosysteme sind vom Element Wasser abhängig. Neben den klassischen Wasserquellen der Meere, Flüsse und Seen, sind vom Klimawandel auch Feucht- und Moorgebiete, Auenlandschaften, Wiesen, Felder, Wälder, Tundren und sogar Halbwüsten bedroht. Zudem bleibt auch das andere unwohle Gefühl, wenn Eisberge schmelzen und sich auf Grund der Erwärmung irreversible in Wasser verwandeln. Das Weltklima geht alle Länder an. Es gibt keinen Schritt mehr zurück, aber immer noch die Hoffnung, mit entsprechenden Maßnahmen, weltweit nicht noch mehr Überschwemmungen, Wirbelstürme mit Starkregen oder Dürren zu erzeugen. Es bleibt zu hoffen, dass durch die Teilnehmer der Weltklimakonferenz 2017 helfende Impulse gesetzt und zeitnah umgesetzt werden.

Jeder kann etwas gegen den Klimawandel tun: Ein ganz alltäglicher achtsamer Umgang mit Ressourcen kann viel bewegen. Strom sparen – zum Beispiel bei der Adventsbeleuchtung, Wasser sparen – mit Stahlreglern am Wasserhahn, Müll vermeiden – beispielsweise unverpackte Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände kaufen, weniger Auto fahren – dafür öfters mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad benutzen, bewusster einkaufen – und sich für langlebige Gegenstände und Kleidungsstücke entscheiden.

 

2017-11-08T10:34:36+00:00 8. November 2017|0 Comments

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