Ob im Garten, am Strand oder im Stadtpark, es ist Sommerpartyzeit. Es wird gegrillt, gelacht und getrunken. Bei warmen Temperaturen wird gerne zum Glas oder zur Flasche gegriffen. Grundsätzlich ist dies gut. Der Körper benötigt bei Sonne und Wärme mehr Flüssigkeit. Allerdings sind beim Feiern nicht nur Durstlöscher, sondern auch alkoholische Getränke am Start. In der Sommerhitze kann bereits ein Gläschen mehr unliebsame Folgen haben.

Wenn Alkohol, dann genießen

Die ernährungsphysiologisch noch akzeptable Menge an Alkohol beträgt für gesunde Erwachsene 10 g pro Tag für Frauen und 20 g pro Tag für Männer. Ein Sekt zum Anstoßen. Das Bier zum Grillen. Oder der Wein in geselliger Runde. Da ist die gesundheitlich tolerierbare Menge schnell erreicht. Etwa ein halber Liter Bier liefert 20 g Alkohol. Ein 0,25 Liter-Glas Wein oder Sekt fallen mit der gleichen Alkoholmenge von 20 g ins Gewicht. Daher ist es ratsam, Alkohol nur in kleineren Mengen zu genießen. Wenn die Feier länger und die alkoholischen Getränke „härter“ werden, ist für den Stoffwechsel Vorsicht angesagt.

Vorsorgen mit Wasser und einer fettreichen Mahlzeit

Mit einer guten Grundlage im Magen kann die Wirkung von Alkohol etwas ausgebremst werden. Es ist ratsam, im Vorfelde genug Wasser zu trinken. Vor allem, wenn draußen hochsommerliche Temperaturen herrschen und der Körper schneller Flüssigkeit durch Schwitzen verliert. Hilfreich gegen typische Symptome des Alkoholgenusses sind zudem fettreiche Speisen. Diese werden langsamer verdaut. Somit verweilen sie länger im Magen. Dadurch kann die Alkoholaufnahme ins Blut ein Stück weit hinausgezögert werden. Je langsamer Alkohol in die Blutbahnen gelangt, umso weniger schnell sind die Auswirkungen im Körper zu spüren.

Alkohol verursacht Chaos im Mineralstoffwechsel

Wird über mehrere Stunden immer wieder Alkohol getrunken, sollte der Körper nebenbei mit Wasser versorgt werden. Denn jede Alkoholaufnahme hat einen Flüssigkeitsverlust zur Folge. Dies wird vor allem an warmen Sommerabenden unterschätzt. Zudem sind kleine Snacks, wie beispielsweise gesalzene Nüsse, saure Gurken oder ein herzhaft belegtes Brot zwischendurch sinnvoll. Alkohol bringt den Mineralstoffhaushalt durcheinander. Es entsteht somit ein Ungleichgewicht zwischen dem Wasser im Körper und wichtigen Mengenelementen. So können Calcium, Kalium, Magnesium und Natrium nicht, wie gewohnt, ihre Arbeit verrichten.

Kater-Symptome nicht unterschätzen

Durch die Entgleisungen im Wasser- und Mineralstoffhaushalt weiten sich bei übermäßigem Alkoholgenuss Blutgefäße im Kopf. Die Folgen sind unterschiedlich ausgeprägte Kopfschmerzen. Neben Kopfschmerz kann ein starkes Durstgefühl, Mattigkeit, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen auftreten. Vor allem Letzteres kann für den Körper ernsthaft gefährlich werden. Je nach körperlicher Konstitution treten die Symptome bereits beim Feiern oder erst am nächsten Morgen als „Katererscheinungen“ auf. Dabei haben die Art und Menge der alkoholischen Getränke einen Einfluss auf deren Intensität. Jeder Körper reagiert individuell. Für die Gesundheit sollte es heißen: Feiern ist Lebensfreude. Den Alkoholkonsum beschränken. Und die Flüssigkeitsreserven regelmäßig mit Leitungs- oder Mineralwasser auffüllen.

Vorsicht bei süßem und prickelnden Alkoholgenuss: Süße Cocktails, zuckerige Liköre oder liebliche Weine gehen schneller ins Blut. Auch bei kohlensäurehaltigen Alkoholgetränken gibt es diesen Effekt. Die Folgen des Alkohols werden hierdurch schneller oder intensiver im Körper spürbar.