Rettungsring mal anders

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Das Osterfest hat die Fastenzeit und den Verzicht wie jedes Jahr nach dem ersten Frühjahresvollmond beendet – in vielen Familien mit Tagen der Schlemmerei und des gemeinsamen Feierns. Traditionell beginnt die österliche Schlemmerei mit grünen Speisen wie Spinat und grünem Spargel an Gründonnerstag, aber auch schon mit dem einen oder anderen Ei. Karfreitag wird dann der Fisch eingeholt, weiter geht es mit Osterlämmern, Schinken, Kuchen in Variationen – man kommt oft kaum zum Durchatmen. Spätestens beim Blick auf die Waage bleibt einem die Luft weg, Fastenerfolg Ade. Das gute Gewissen dahin, das verlorene Gewicht durch die Festpfunde fast wieder auf den Hüften. Aber es gibt Rettung.

Nach dem Fasten ist vor dem Fasten

Ist einem das Fasten in den vierzig Tagen vor Ostern gut gelungen, kann Intervallfasten nach den Feiertagsschlemmereien die Lösung sein, um Kollateralschäden zu beheben oder sich einfach auch im Alltag den gesunden Fasteneffekt zu erhalten. Wem die Fastenzeit zu lang war, für den kann Intervallfasten eine gute Alternative zum völligen Verzicht sein.

Bei diesem Trend, bekannt auch als periodisches oder intermittierendes Fasten, muss man nicht auf das Lieblingsessen verzichten. Trotzdem verspricht diese Form des Fastens erhebliche gesundheitliche Vorteile, dem Körper werden Gifte entzogen, die Konzentrationsfähigkeit verbessert sich, Krankheiten wie Diabetes vom Typ 2 kann vorgebeugt werden, der zu hohe Blutdruck sinkt.

So haben Studien gezeigt, dass der Blutdruck durch das Intervallfasten sinkt und damit das Risiko für Folgekrankheiten wie Herzinfarkte verringert werden kann. Der Trend beruht auf dem Gedanken, dass der menschliche Körper nicht für die ständige Nahrungsaufnahme gemacht ist. Ein Paar Dinge sind jedoch zu beachten.

Wie funktioniert Intervallfasten richtig?

Grundvoraussetzung für jede Form des gesunden Fastens ist ein gut mit Flüssigkeit versorgter Körper. Nur wenn wir ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen, sind wir in der Lage, uns an die sich verändernde Stoffwechselsituation anzupassen. So können Giftstoffe ausgeschieden werden und wir bleiben trotz Fastenintervall fit.

Intervallfasten verlangt niemandem einen Diät-Marathon ab. Bereits Zeiträume von einigen Stunden haben einen positiven Effekt. Alternativ können auch komplette Tage als Fastenzeitraum pro Woche eingeplant werden. Ziel ist, die Energiezufuhr auf ca. ein Viertel des sonst üblichen Niveaus zu senken.

Bei normaler Ernährung wird eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von ca. 1,5 bis 2 Liter empfohlen. Zu dieser Menge ist auch beim Intervallfasten die sonst mit der Nahrung aufgenommene Flüssigkeit hinzuzurechnen, also noch ca. 600 ml zusätzlich. So bleibt der Blutdruck stabil, der Kopf klar und man bekommt keine weichen Knie, wie sonst oft beim Fasten. Über den Tag verteilt sind ca. 600 kcal erlaubt.

Geeignet als Getränk begleitend zum Intervallfasten ist Mineralwasser für eine ausreichende Versorgung mit Mineralien, ungesüßte Tees oder Kaffee. Letzterer sollte allerdings in Maßen genossen werden, da er als koffeinhaltiges Getränk zu den Genussmitteln zählt und zusätzlich eine mild entwässernde Wirkung hat.

Sinnvoll über den Tag verteilt

Beginnt man gleich am Morgen mit einem Glas lauwarmem Wasser, kommt der Stoffwechsel in Schwung, der Magen ist beschäftigt und man hat die erste Portion Flüssigkeit zu sich genommen.

Den Morgenkaffee kann man durch ungesüßten Tee ersetzen. Nimmt man zum Mittagessen eine einfache Hühnersuppe oder Gemüsebrühe zu sich, füllt dies den Magen, ohne gleich das gesteckte Kalorienziel zu gefährden. Zudem führt diese dem Körper gleichzeitig wichtige Mineralstoffe zu.

Isst man lieber ein wenig mehr, greift man statt zu Schokolade und Kohlenhydraten besser zu Obst und Gemüse. Diese liefern nicht nur gesunde Vitamine, sie verschaffen dem Körper einen zusätzlichen Flüssigkeitsbonus. Kleine Häppchen als psychologische Stütze gewähren uns einen Energiestoß zwischendurch. Geeignet sind hier z. B. Gurkenscheiben, ohne Fett angebratenes Ei auf Knäckebrot oder schön garnierte Obstspieße.

So lassen sich die Fastenintervalle von 16 oder 20 Stunden bzw. einem Tag pro Woche gut bewältigen, der Körper wird weiterhin mit allem Wichtigen versorgt.

Fasten übers Jahr verteilt

Fastet man nicht nur einmal im Jahr, sondern integriert das regelmäßige Fasten in den Alltag, profitiert nicht nur die Figur davon. Hierbei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um dem Körper die Stoffwechselumstellung zu erleichtern und die negativen körperlichen Fastenaspekte abzumildern. Kalorienfreie Getränke wie ungesüßter Tee und Mineralwasser sind dazu bestens geeignet. Isst man zusätzlich Obst und Gemüse, verschafft das dem Körper einen zusätzlichen Flüssigkeitsbonus und unterstützt das Fastenintervall. So bleiben das österliche Schlemmen ohne Folgen und die positiven Aspekte der Fastenzeit erhalten.

2018-04-03T14:00:43+00:004. April 2018|Tags: , , , , |0 Comments

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