Ohne Wasser gibt es Verdauungsprobleme

//Ohne Wasser gibt es Verdauungsprobleme

Ohne Wasser gibt es Verdauungsprobleme

Über viele der alltäglichen Stoffwechselprozesse machen sich die meisten Menschen erst Gedanken, wenn das körperliche Wohlbefinden leidet. So ist es auch mit der Verdauung. Das menschliche Verdauungssystem ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Doch ohne eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann es nicht richtig arbeiten. Wasser bietet hierfür eine der wichtigsten Grundlagen.

Vom Mund bis zum Darm: Verdauungsorgane benötigen Flüssigkeit

Die Verdauung von Lebensmitteln und Getränken ist ein sehr komplexer Vorgang. Erste Verdauungsschritte beginnen bereits im Mund. Für den Speichel, der die Nahrung geschmeidig macht, wird Flüssigkeit benötigt. Feste Nahrung kann die Speiseröhre nur angenehm passieren, wenn sie vorab gekaut und mit Speichel versetzt wurde. Im Magen steht die Magensäure als flüssiges Verdauungselement zur Verfügung. Vom Magen gelangt der gesäuerte Nahrungsbrei, je nach Zusammensetzung, nach etwa zwei bis neun Stunden, portionsweise in den Dünndarm.

Wichtige Stoffwechselvorgänge im Dünndarm

Im oberen Dünndarmabschnitt, dem Zwölffingerdarm, werden Verdauungssäfte der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase freigesetzt. Auch für diese ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr notwendig, damit sie den sauren Nahrungsbrei des Magens neutralisieren und Enzyme zum Aufspalten der Hauptnährstoffe freisetzen können. Letztere werden über die Darmwand aufgenommen. Nach dem Passieren der Darmwand werden sie über die Blut- und Lymphbahnen im Körperinneren verteilt. Auch das Blut und die Lymphflüssigkeit sind auf Wasser angewiesen. Der Teil der unverdaulichen Nahrung, mit Ballaststoffen, gelangt durch die Darmbewegungen vom Dünndarm in den Dickdarm.

Der Dickdarm als „Wasserzieher“

Im Dickdarm wird dem Speisebrei Wasser entzogen. Der Körper besitzt hierbei einen hochwirksamen Recycling-Mechanismus, um neben den Nährstoffen auch das Wasser, aus der Nahrung, effektiv nutzen zu können. Dies ist notwendig, denn rund 9 Liter Wasser täglich benötigt der Magen- und Darmtrakt, um die Nahrung optimal zu verdauen. Ein Großteil des Wassers kann durch die Resorption dem Körper wieder zur Verfügung gestellt werden. Der Darminhalt wird weiter in den Enddarm geleitet. Hier sammelt sich der Stuhl an und wird letztendlich über den After entleert. Für die letzten Schritte sind keine erneuten Wasserreserven notwendig. Dennoch verdeutlicht die große Menge an Wasser, die für die Verdauung benötigt wird, wie wichtig es für die Gesundheit ist, täglich mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken.

Durchfall und Verstopfung

Der Stuhlgang kann durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst werden. Hauptfaktoren bei gesunden Menschen sind meistens die Beschaffenheit der Speisen und Stressfaktoren. Aber auch im Urlaub können Klimaveränderungen und ungewohnte Nahrungsmittel die Häufigkeit der Darmentleerung beeinflussen. Gerade auf Reisen im Sommer sollte für mindestens 2 Liter Trinkflüssigkeit oder mehr gesorgt werden. Ist der Darm aus irgendeinem Grund aus dem Gleichgewicht gekommen, können Durchfall oder Verstopfung entstehen. Man spricht von Durchfall, wenn der Stuhl sehr weich und wasserreich ist und dabei mehr als dreimal am Tag ein Toilettengang unaufschiebbar ist. Wird der Darm seltener als dreimal in der Woche entleert und zeigt dabei einen harten Stuhl, der nur durch Drücken ausgeschieden wird, spricht man von Verstopfung oder Obstipation.

Gründe für Obstipation

Verstopfung kann viele Ursachen haben. Das Fehlen von genügend Flüssigkeit, ausreichender Bewegung und Ballastoffen in der Nahrung sind ungesunde Vorkommnisse, die relativ einfach behoben werden können. Schwieriger wird es, wenn ersthafte Erkrankungen im Darm die Verdauung blockieren. Hier sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden. Doch auch das Alter kann die Darmtätigkeit beeinflussen. Mit steigendem Alter verändern sich der Stoffwechsel und der Hormonhaushalt. Dies kann eine chronische Verstopfung mit verursachen. In Deutschland hat nahezu jeder Dritte über 60 Jahre ein altersbedingtes Verstopfungsproblem.

Tipp: Heilwässer können bei Verstopfung helfen: Eine Studie der Universität Freiburg konnte den hilfreichen Einsatz von Heilwässern belegen. Wässer mit rund 1.200 mg Sulfat pro Liter können die Verdauung nebenwirkungsarm und effektiv unterstützen. Sulfat besitzt die Fähigkeit, Wasser im Darm zurückzuhalten. Hierdurch werden das Stuhlvolumen erhöht, die Stuhlkonsistenz verbessert und die Darmbewegungen gesteigert.

2017-07-19T21:56:33+00:00 19. Juli 2017|0 Comments

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