Öfter mal was Neues trinken

//Öfter mal was Neues trinken

Neues ausprobieren macht Spaß, man möchte ja auch mittrenden. Es muss nicht gleich Bier aus der Champagnerflasche sein, auch das altbewährte Leitungswasser wird uns erhalten bleiben. Aber mittendrin tut sich was.

Trinken macht Spaß

Dass Trinken wichtig ist, wissen wir mittlerweile. Wir sind diszipliniert, denken an die empfohlenen 1,5 bis 2 Liter täglich – die wir natürlich auch in Form von gesundem (Mineral-)Wasser aus Glasflaschen zu uns nehmen – regelmäßig über den Tag verteilt und bevor der Durst kommt. Softdrinks sind Vergangenheit, Alkohol gibt es nur an Feiertagen, den Kaffee süßen wir schon lange nicht mehr. Sie erkennen sich hier nicht wieder? Das geht vielen so.

So wichtig das Trinken ist, so sehr wird es oft vernachlässigt. Immer neue Trinktrends versprechen nicht nur mehr Geschmack, Gesundheit, Fitness oder bessere Konzentration. Vielmehr können sie durchaus auch Anreiz sein, sich dieser einen so essentiellen Sache aufmerksamer und mit Spaß zu widmen. Fällt es doch wesentlich leichter, sich auf ein optisch ansprechendes Getränk mit außergewöhnlichem Geschmack oder von abwechslungsreicher Konsistenz zu freuen, als das fade Glas Wasser herunter zu kippen.

Was war, was bleibt, was ist neu?

(Mineral)Wasser war und ist Grundnahrungsmittel und Grundlage nahezu aller anderen Getränke. Allein in Deutschland sind mittlerweile 500 verschiedene Mineralwässer beheimatet. Mit unterschiedlichem Mineraliengehalt, sprudelnd oder nicht, in Plastik oder Glas. Mineralwasser ist gesund – frei von Kalorien und sonstigen Zusatzstoffen ist es ein idealer Durstlöscher. Mittlerweile sind sogar die Damenhandtaschen groß genug, die Wasserflasche für den jugendlichen Teint zu transportieren. Für Zuhause tut es auch Leitungswasser. Gut untersucht und in Lebensmittelqualität bis ins Haus oder die Wohnung geliefert, ist es verfügbar, selbst wenn die Läden geschlossen haben. Ist ein Glas Wasser das erste Getränk am Tag, hat man schon einmal was fürs Gewissen und die Gesundheit getan.

Smoothies, die ultimativen Vitaminbomben von sämiger Konsistenz, galten als die sommerliche Erfrischung schlechthin und ersetzten so manche Mahlzeit zwischendurch. Diesen Winter wurden sie als Kakaoersatz für kalte Tage entdeckt – was einem die letzte Ausrede für die heiße Schokolade genommen hat. Warm und süß, dazu noch kalorienarm und gesund – dem konnte man nichts entgegenhalten. Zwar von festerer Konsistenz, aber immer noch geeignet, auf wohlschmeckende Weise einen Teil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs zu decken.

Öfter mal was Neues

Exotische Vertreter auf dem Markt der Trendgetränke sind Goji-Beeren, Matcha, Mate, Mandelmilch oder Kokoswasser. Als Meilensteine auf dem Weg zur Selbstoptimierung sorgen sie für Geschmack und liefern Inhaltsstoffe wie Mineralien, Spurenelemente, Vitamine, Antioxidantien oder Koffein aus natürlichen Quellen. Hier trinkt das Gewissen mit, man schenkt dem Thema Gesundheit ausreichend Beachtung.

Espresso Macchiato, Cappuccino, Cold Brew, Frappé, Bulletproof Coffee oder der klassische Filterkaffee – die Liste der Varianten, Kaffee zu genießen, ist lang. Noch länger die der unterschiedlichen Kaffeesorten. Im Durchschnitt trinken wir zwei bis drei Tassen am Tag, und auch wenn es keiner wissen darf, immer noch am liebsten Filterkaffee.

Mehr Außenwirkung hat natürlich ein Powerbooster wie Mushroom Coffee, von Menschen mit nicht zu leugnendem Hang zum Koffein auch als „gesündester Kaffee der Welt“ bezeichnet. Wohl eher für Spezialisten, enthält dieser zusätzlich zu den Arabica-Kaffeebohnen Pilze wie Reishi (glänzender Lackporling), Chaga (schiefer Schillerporling), Cordyceps sinensis (Kernkeule) oder den Igel-Stachelbart. Diese gelten als Vital- bzw. Heilpilze und haben beispielsweise einen höheren Anteil an Aminosäuren und Antioxidantien. Zudem verfügen sie über entzündungshemmende Eigenschaften. Für die ganz Unausgeschlafenen ist Maca-Kaffee das Tuninggetränk am Morgen. Die Knolle aus den Anden gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse, der auch unser heimischer Kohl angehört. Sie ist seit einigen Jahren beliebte Alternative zum morgendlichen Espresso und überzeugt mit ihrer drei- bis fünffach höheren Dosis an Koffein im Vergleich zu Kaffee oder Tee. Abgesehen von den jeweiligen Inhaltsstoffen ist, was die tägliche Flüssigkeitsbilanz betrifft, jedoch vorrangig eines relevant: Auch Kaffee gilt mittlerweile als Getränk und kann einen Teil der täglichen Trinkmenge abdecken, sollte aber nach wie vor als Genussmittel gehandhabt werden.

Die Menge machts

Ob Trinken nun eine Weltanschauung, pfiffiger Trend oder notwendiges Übel ist, wichtig ist, dass wir es tun. Fällt es einem schwer, helfen trendige Varianten mit Geschmack, öfter zum Glas oder zur Tasse zu greifen. Zusätzlich können diese noch einen gesundheitlichen Bonus liefern oder zumindest unser Gewissen beruhigen. Solange wir damit auf unsere täglichen 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit kommen, darf die Latte auch pinkfarben sein und der Smoothie neongrün leuchten.

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