Das bisschen Haushalt …

//Das bisschen Haushalt …

Zuhause fühlen wir uns sicher. Doch nach vorliegenden Zahlen aus dem Jahr 2015 handelt es ich hierbei nur um eine scheinbare Sicherheit. Im Jahr 2015 kamen 9.815 Menschen bei Unfällen im eigenen Heim ums Leben – knapp 800 mehr als Vorjahr. Häufigste Todesursache sind mit 80 Prozent Stürze, z. B. beim Fensterputzen oder beim Stolpern über herumliegende Dinge. Werden wir immer leichtsinniger? Oft werden die Gefahren nicht ernst genommen, die im Haushalt lauern. Da werden auf Drehstühlen stehend Fenster geputzt, zum Kacheln wischen balanciert man mehr oder weniger sicher auf dem Badewannenrand. Das Bügeleisen bleibt auf der Wäsche stehen, wenn man kurz nach dem Essen im Ofen schaut. Man ist einfach zu müde und erschöpft und sollte eigentlich auf dem Sofa die Beine hochlegen. Aber ein bisschen geputzt ist doch schnell.

Flüssigkeitsmangel:
Gefahren, wo man sie nicht vermutet

Nach Feierabend noch eben schnell die Wohnung aufgeräumt und Anfallendes erledigt, damit man stressfrei ins Wochenende starten kann. Ohnehin müde vom langen Arbeitstag und dann vielleicht den ganzen Tag zu wenig getrunken – nicht gerade die optimalen Voraussetzungen, sich auf den Haushalt zu stürzen.

Der menschliche Körper besteht zu rund 65 Prozent aus Wasser. Dieses ist an fast allen Körperfunktionen beteiligt. Fehlt Flüssigkeit, leidet das ganze System. Unser Gehirn als Organ mit dem größten Energieverbrauch besteht sogar zu 80 Prozent aus Wasser.

Deshalb sollten wir täglich zwischen 1,5 und 2 Liter Flüssigkeit zu uns nehmen, bei besonderer Anstrengung oder wärmeren Temperaturen darf es mehr sein.

Trinken wir zu wenig, dehydriert unser Körper. Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, eine verlängerte Reaktionszeit und Kopfschmerzen gehören zu den Beschwerden, die bei einem Flüssigkeitsmangel relativ früh auftreten. Auch das Gefühl, etwas wacklig auf den Beinen zu sein, gehört dazu. Ursache ist die Eindickung des Blutes durch den Flüssigkeitsmangel. Die Sauerstoffversorgung funktioniert nicht mehr ausreichend, der Schädel brummt, wir bekommen weiche Knie.

Wer in diesem Zustand die Birne in die Deckenlampe schraubt, kippt vom Stuhl, ehe er es sich versieht. Aber auch das vergessene Bügeleisen auf dem Hemd ist eine riskante Sache.

Doch viele Betroffene bringen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten gar nicht mit einem Mangel an Flüssigkeit in Verbindung und legen trotzdem los. Dabei sollte die Devise hier lauten: Abwarten und Tee trinken. Oder zumindest erst einmal ein Glas Wasser.

Fit auch noch nach acht Stunden Arbeit

Um es überhaupt nicht so weit kommen zu lassen, sollte man rechtzeitig und ausreichend trinken. Verspürt man Durst, ist es zu spät, der Körper befindet sich schon in einer beginnenden Dehydrierung. Daher sollte man sich lieber angewöhnen, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken. Tut man sich schwer damit, ans Trinken zu denken, ist es gut, wenn man sich schon am Morgen die vorgesehene Trinkmenge für den Tag am Arbeitsplatz deponiert. So muss man zwischendurch einfach nur zur Flasche greifen. Zusätzlich sieht man zum Feierabend, ob das Trinksoll für den Tag erfüllt ist oder noch nachgeschüttet werden muss, bevor man sich noch zusätzlich dem Haushalt widmet.

Ein gesundes Getränk, um die pro Tag empfohlene Trinkmenge zu erreichen, ist Mineralwasser, je nach Geschmack mit oder ohne Kohlensäure. Ohne Kalorien und frei von Zusatz- oder Farbstoffen ist es optimales Transportmittel für Vitamine und Mineralien im Körper. Wer gerne etwas mehr Inhalt hat, greift zu Saftschorlen in einem Mischverhältnis von einem Teil Saft zu zwei Teilen Wasser.

Auch der Morgenkaffee im Büro darf nach neueren Erkenntnissen zur täglichen Trinkmenge gezählt werden. Allerdings sollte Kaffee bleiben, was er ist: Ein Genussmittel zum Muntermachen.

Trinkt man, bevor man sich auf den Heimweg macht, noch den letzten Schluck aus der Flasche oder den gesunden Fruchtcocktail mit den Kollegen, kommt man gut hydriert nach Hause.

Trinken als Haushaltshelfer

Die Folgen zu wenigen Trinkens sollte man nicht unterschätzen. Ist man dehydriert, fehlt es schnell an der nötigen Konzentration, es passieren Missgeschicke, die unangenehme Folgen haben können. Daher lieber über den (Arbeits-)Tag verteilt regelmäßig kleine Mengen trinken, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten. So kann man zuhause noch einmal richtig durchstarten.

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